Madonnenlilie

Ein ganz anderes literarisches Genre als ´Plötzlich Single` bedient das  Werk ´Madonnenlilie`. Schon von der Seitenzahl her unterscheidet es sich erheblich.

Es ist ein inhaltlich in sich geschlossenes und atmosphärisch dichtes Epochenporträt mit kirchlich-philosophischen Ansätzen. In diesem, Mitte des 14. Jahrhundert angesiedelten, mittelalterlichen Epos geht es

Dietmar Syring - Madonnenlilie

Dietmar Syring – Madonnenlilie

um Liebe und Verlust, um Rachsucht und Vergebung, um Machtstreben und Mord.  Das Buch zeigt ein lebendiges Bild des späten Mittelalters mit seinen politischen, sozialen und religiösen Konflikten.

Das zentrale Thema der Geschichte ist die Jagd nach einem geheimnisvollen Buch der Tempelritter. Doch dreht es sich auch um Verlust, eine daraus resultierende Rachsucht und um Vergebung. Der Inhalt dieses Buches der Templer verspricht einigen Mächtigen unermesslichen Reichtum und Macht. Es ist aber auf der anderen Seite auch für die katholische Kirche ein gefährliches Buch. Die Templer waren im Heiligen Land die Beschützer der Pilger. Sie standen ständig in kriegerischen Auseinandersetzungen mit den sogenannten Ungläubigen. Es entwickelten sich in Friedenszeiten aber auch freundschaftliche Beziehungen zu ihren Feinden. Die Templer gewannen Einsicht in das tiefe mystische Wissen der Moslems, der Ägypter und entdeckten längst verschollene Weisheiten der Griechen. Sie wurden die geistigen Mittler des Orients und Okzidents und offenbarten in ihrem Buch für die Kirche gefährliche Geheimnisse.

Inhaltsangabe:

Der junge Friese Thedo verliert alles woran sein Herz hängt. Der Staller des dänischen Königs ermordet seinen Vater und den geliebten Bruder. Bei der schweren Sturmflut von 1362 kommen der Rest seiner Familie und seine große Liebe Rixe ums Leben. Zudem ist seine Heimat, der blühende Handelsort Rungholt, in dieser Sturmflut untergegangen. Er selbst entkommt dem Unglück nur knapp. Verbittert durch das Schicksal, das ihm seine große Liebe nahm und mit abgrundtiefem Hass auf die Mörder seines Vaters und Bruders zieht er mittellos durchs Land und begegnet dem Patrizier Jost Stademann. Dieser ist im Besitz eines geheimnisvollen Buches der Templer.

Mit Stademann reist Thedo nach Nowgorod und findet bei Axija, einer russischen Bojarentochter, schließlich wieder Halt. Doch das Schicksal hält für Thedo noch einige schlimme Überraschungen bereit. Denn auch der Titularherzog der Bretagne, Karl von Blois, weiß um die Existenz des Buches und versucht es mit allen Mitteln in seinen Besitz zu bringen. Dabei schreckt er selbst vor Mord nicht zurück. Auch eine todgeglaubte Person erscheint plötzlich wieder in seiner heilen Welt.

Es kommt zur Katastrophe…

 

Warum dieser Titel?

Die Madonnen-Lilie galt im Mittelalter aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe als religiöses Symbol der Unbeflecktheit und der Reinheit. Sie stand für die Jungfräulichkeit Marias, der Mutter Jesus und in diesem Fall auch für die unschuldige, unbefleckte erste Liebe zwischen Rixe und Thedo, deren Symbol ein Bernsteinamulett mit stilisierter Lilie ist. Die Lilie steht hier aber auch für die Veränderung und die Vergänglichkeit. Genau wie die Liebe zwischen Rixe und Thedo.

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